Klimagerechte Gebäude: Wir müssen weg von den Hightech-Ideen

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Eine radikale Forderung angesichts des Baubooms: Der Architekturprofessor Günter Pfeifer plädiert für einen Paradigmenwechsel beim Bauen, hin zu einem integrierten Klima- und Ressourcenschutz. Im Entwurf für das geplante Gebäudeenergiegesetz kann er davon nichts erkennen.

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Nachhaltigkeit – Ressourcenschutz – Graue Energie

1. KfW-DEN-GRE Forum 2019 zum energieeffizienten Bauen und Modernisieren

Der Gebäudesektor soll bis 2050 klimaneutral sein. Bereits heute erlauben es aktuelle bau- und anlagentechnische Innovationen, klimaneutrale Gebäude- und Quartierkonzepte zu realisieren. Neubauten können am einfachsten klimaneutral betrieben werden. Die eigentliche Herausforderung liegt jedoch in der klimaneutralen Umgestaltung bestehender Gebäude und Quartiere. Aber wie geht es mit der Energiewende weiter? Können neue Wege eingeschlagen werden?

1. KfW-DEN-GRE Forum 201

1. KfW-DEN-GRE Forum 2019 – Podiumsdiskussion zum Thema.
Von links nach rechts: Frau Klempnow (DEN e.V.), Frau Stein-Barthelmes (Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.), Herr Fuhrop, Prof. Dr.-Ing. Anton Maas (GRE e.V.), Herr Dr. Renner (BMWi), Frau Bühner (KfW) und Prof .Dr.-Ing. Andreas H. Holm (GRE e.V.).

 

Als Kernfragen des 1. KfW-DEN-GRE Forum am 03. April 2019 in Frankfurt standen deshalb Nachhaltigkeit, Ressourcenschutz und Graue Energie im Mittelpunkt. Der Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung formuliert das Ziel, den Einsatz nachhaltiger Baustoffe und -produkte zu stärken. Bisher richtet der normative und ordnungsrechtliche Rahmen zur energetischen Bilanzierung von Gebäuden seinen Fokus auf die Betriebs- bzw. Nutzungsphase der Gebäude, indem die Energieverbrauchs- bzw. Bedarfswerte als wesentliche Kenngrößen verwendet werden. Der Energie- und Ressourcenaufwand zur Herstellung der Bauprodukte, der Errichtung des Gebäudes und der letztlich notwendigen Entsorgung am Ende des Lebenszyklus ist darin bisher nicht enthalten (Graue Energie). Erst eine Ausweitung der Bilanzgrenzen auf den gesamten Lebenszyklus der Gebäude würde eine vollständige Bewertung der Nachhaltigkeit von Gebäudekonzepten erlauben und somit den Anforderungen des Klimaschutzplans 2050 genüge tragen. Dies setzt ein gemeinsames Verständnis der technischen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Grundlagen voraus.